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70 Jahre Tourismusverband Ostbayern e.V.

4. Januar 2019 · Presse · Pressemitteilung

(Ulrike Eberl-Walter). Am 19.09.1949 gründete man im Reichssaal des Alten Rathauses in Regensburg den „Fremdenverkehrsverband Ostbayern“ als Dachorganisation für die beiden Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz. Die Statistik wies damals 563.000 Übernachtungen im Jahr aus, was 4,61 Prozent an den gesamtbayerischen Übernachtungen ausmachte. Auf ersten Prospekten, Reliefkarten und Plakaten warb man mit Titeln wie „Waldwärts“ oder „Tief Atem holen in Deutschlands grünem Waldgebirge“. 1954 wurde der Landesfremdenverkehrsverband Bayern gegründet, dem der Fremdenverkehrsverband Ostbayern beitrat. In diesem Jahr liefen die Aufnahmearbeiten für den ersten Ostbayern-Werbefilm „Der große Wald“.

Auch heute ist die Natur das größte Gut der Urlaubsregionen Ostbayerns. Der Bayerische Wald, der Oberpfälzer Wald und der Böhmerwald bilden zusammen das größte Waldgebirge Mitteleuropas, das Grüne Dach Europas. Es ist für die urbane Gesellschaft wertvoller Erholungs- und Freizeitraum. Große Bedeutung für Gesundheit, Vitalität und Rekonvaleszenz der Menschen kommt den Kur- und Thermalbädern Niederbayerns, dem Sibyllenbad im Oberpfälzer Wald, dem Kneippheilbad Bad Kötzting und dem Heilklimatischen Kurort Bodenmais im Bayerischen Wald zu. Moderner Tourismus, Naherholung und Geschäftstourismus ist vor allem im Bayerischen Jura bedeutsam, während der Oberpfälzer Wald landschaftlich vielseitig wie kaum eine andere Region ist und beeindruckende geschichtliche Wurzeln hat. Über fünf Millionen Gäste kommen nach Ostbayern und erbringen über 17 Millionen Übernachtungen. Das sind heute 18,37 Prozent der gesamtbayerischen Übernachtungen.

 

„Los von Bayreuth“

„Los von Bayreuth“ war 1947 die Parole gegen die geplante Wiederbegründung des Verkehrsverbandes Bayerische Ostmark. Dieser Verband war von den Nationalsozialisten gegründet worden und umfasste nahezu alle Teile des Regierungsbezirks Oberfranken, den gesamten Regierungsbezirk Oberpfalz und Teile des Regierungsbezirks Niederbayern, hauptsächlich die Gebiete nördlich der Donau, sprich den Bayerischen Wald. Siegfried Weikl, von 1956 bis 1990 Bürgermeister von Bodenmais, zugleich Pionier und „Geburtshelfer“ des Tourismus im Bayerischen Wald, war Zeitzeuge und beschreibt die damalige Situation in einem undatierten Aufsatz so: „Es war geplant, diesen Fremdenverkehrsverband Bayerische Ostmark in der bekannten Art wieder erstehen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt war die Wiederbelebung des Fremdenverkehrs in diesem Raum mehr Phantasie und Utopie, als reale Wirklichkeit. Wenn auch die Kriegszerstörungen in den ostbayerischen Gebieten, abgesehen von einigen Städten, relativ gering waren, so fanden die möglichen Beherbergungsstätten Verwendung als Unterkünfte für Besatzungstruppen und Heimatvertriebene, Hilfskrankenhäuser und Altersheime. Zudem herrschte Inflation im Lande. Die Nahrungsmittel waren rationiert und ab Mitte des Jahres 1947 konnte der notwendigste Nahrungsmittelbedarf trotz rigoroser Ablieferungspflicht für die produzierende Landwirtschaft nicht mehr gedeckt werden. …
Nahezu explosionsartig änderten sich die Zustände im allgemeinen Wirtschaftsleben nach Durchführung der Währungsreform am 20.06.1948. War auch die Kaufkraft gering – Umtauschaktion 40 + 20 Deutsche Mark pro Person – und die Arbeitsplatzsituation noch schlecht, so konnten plötzlich jahrzehntelang vermisste Wirtschaftsgüter eingekauft werden und die Schaufenster wurden von Tag zu Tag umfangreicher gefüllt. Die sogenannte Zigarettenwährung – pro Zigarette 5 Reichsmark – war endgültig vorbei.“

 Wasser, Kanal, Energie, Straßen
Was man heute kaum bedenkt: In den Nachkriegsjahren war die Infrastruktur in den Kommunen noch sehr dürftig. Es gab keine Kanalisation, keine flächendeckende Wasserversorgung, die Energiezufuhr war schwach und die Verkehrsanbindung unzureichend.

Trotz aller Einschränkungen und Erschwernisse kehrten das gesellschaftliche Leben und der Wunsch nach Freizeitgestaltung langsam zurück. Das zeigt ein besonderes Ereignis im Bayerischen Wald: Mit einem großen Fest wurde vor 70 Jahren im September 1949 der erste Arberschwebelift eröffnet. Mit Musik, einem Stafettenlauf vom Tal zum Berg, zwölf Torbögen, einer Pontifikalmesse und einem Lampionzug feierte man zwei Tage lang. „Wie Regentropfen am Telefondraht hingen die sechzig Schwebestühle an einem Seil“, beschrieb am 21.09.1949 die Mittelbayerischen Zeitung den neuen Lift. Die Skifahrer kamen damals mit dem beliebten Bayerwaldzug vor allem aus Regensburg nach Bayerisch Eisenstein zum Skilaufen. Autos gab es bis in die sechziger Jahre nur wenige.

Fünfziger Jahre

In den fünfziger Jahren arbeitet man zielstrebig am Aufbau einer touristischen Infrastruktur. Man installiert Fremdenverkehrs-Arbeitsgemeinschaften. Hotels wie das Sporthotel Brennes in Bayerisch Eisenstein oder das Steinwaldhaus in Friedenfels werden eröffnet, das Kurheim Bad Höhenstadt öffnete seine Tore wieder, Berghäuser und Jugendherbergen entstehen. Straßen werden gebaut und verbessert. Der Fremdenverkehrsverband Ostbayern e.V. bewirbt intensiv die Regionen, Städte und Fremdenverkehrseinrichtungen. Gesellschaftsreisen boomen. Reisebüros bringen Gäste aus Berlin, dem westdeutschen Raum, aber auch aus dem Raum München, Augsburg und Nürnberg. Bodenmais holt seine Gäste sogar mit dem Bus von zu Hause ab. Für den Winterreiseverkehr werden Bundesbahnsonderzüge und Omnibusse aus Regensburg, Passau, Nürnberg und Weiden bedeutsam.

1951 entsteht die erste Reliefkarte „Schönes Ostbayern“, 1956 startet man eine große Plakataktion auf deutschen Bahnhöfen, bei Farblichtbildervorträgen mit Tonbandbegleitung wirbt man unter anderem mit dem Titel „Singender klingender Wald“. 1955/56 dreht man den ersten Farbtonfilm  „Der Große Wald“, der über verschiedene Verleihringe zum Einsatz kommt.

Man ist zudem Mitglied in drei Arbeitsgemeinschaften: Der „Donaustraße“ mit 27 Städten und Gemeinden im Donauraum von Ulm bis Passau, der „Rhein-Main-Donau“, eine Zusammenarbeit der Städte Nürnberg, Regensburg, Passau, Linz, Wien, der Österreichischen Fremdenverkehrswerbung und der Ersten Donaudampfschiffahrts-Gesellschaft, sowie der Arbeitsgemeinschaft „Straße der Residenzen“, die den Reiseweg von Frankfurt nach Salzburg über Amberg, Regensburg und Landshut nachzeichnet.

Sechziger Jahre

In den sechziger Jahren steht Prospektwerbung im Vordergrund. Der Reliefkartenprospekt wird regelmäßig neu aufgelegt, es entstehen Prospekte zur Bayerischen Ostmarkstraße und für Winterurlaub. 1963 gibt man erstmals einen Prospekt „Kunst in Ostbayern“ als ersten einer Reihe von Kulturprospekten heraus. In den folgenden Jahren kommen „Volkskunst in Ostbayern“, „Burgen in Ostbayern“ und „Klöster und Schlösser in Ostbayern“ dazu. 1965 erscheint ein Straßenkarten-Faltblatt und es entstehen vier Gebietsprospekte zu den Landschaftsgebieten Bayerischer Wald, Oberpfälzer Wald mit Steinwald und südlichem Fichtelgebirge, Oberpfälzer Jura und Niederbayern südlich der Donau. 1968 unterteilt man den Winterprospekt für den Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald/Steinwald in zehn Wintersportgebiete. Der Film „Winterimpressionen aus Ostbayern“ wird gedreht.

Interessant auch, dass bereits 1961 der erste verbandseigene Fachkurs für haupt- und ehrenamtliche Bearbeiter der Fremdenverkehrsangelegenheiten abgehalten wird.

 Siebziger Jahre

Die siebziger Jahre sind geprägt von einem ganz besonderen Ereignis: der erste deutsche Nationalpark, der Nationalpark Bayerischer Wald wird am 7. Oktober 1970 eröffnet. Ein weiteres wichtiges Ereignis für die touristische Entwicklung ist am 12. November 1971 die Eröffnung der Bundesautobahn A3 von Nürnberg nach Regensburg. Damit fällt auch der Herausgabe der neuen Autokarte eine wichtige Rolle zu.

Der gebürtige Deggendorfer, Albert Steigenberger, spielt eine nicht unbedeutende Rolle in der touristischen Entwicklung des Bayerischen Waldes. Er war seit 1930 im Hotelgeschäft und Begründer der erfolgreichen Steigenberger Hotelgruppe. Seine Idee waren neuartige Ferienhotels und

Urlaubskonzepte mit Animation, Sport-, Kultur- und Gesundheitsprogrammen. Die Prototypen entstehen in Lam und in Grafenau.

Während die Nutzungsrechte der Bad Füssinger Thermalquelle, die übrigens anfänglich noch bei der Bayerischen Mineralölindustrie lagen, im Jahr 1955 an die Thermalbad Füssing GmbH übergehen und dort bereits in diesem Jahr Bademöglichkeiten unter Betreuung eines Badearztes im bescheidenen Umfang möglich sind, kommen in den siebziger Jahren die Thermen Bad Birnbach und Griesbach dazu. Bad Birnbach zählte 1972 zu einem der strukturschwächsten Gebiete der Bundesrepublik. Mit der Kurortentwicklung hoffte man auf eine langfristige Strukturverbesserung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, vor allem auch im Dienstleistungssektor. 1973 ist mit der Erschließung der Chrysantiquelle das Geburtsjahr des Zweckverbands Thermalbad Birnbach, 1976 eröffnet die Rottal Terme. 1977 folgt Bad Griesbach mit der Eröffnung des kommunalen Kurmittelhauses. Das Rottaler Bäderdreieck war entstanden.

Achtziger Jahre

Anfang der achtziger Jahre zeichnen sich erstmals Probleme in der Entwicklung ab. Auslandsurlaub wird modern, zugleich wächst in der Region das Bettenangebot überproportional ohne Rücksicht auf die Nachfrage. Mit Ostbayern verbinden die Gäste zwar Wald, Wandern, Ruhe und Gastlichkeit, Kultururlaub jedoch verankert man nicht in Ostbayern. Dem will man entgegensteuern: Der Slogan Bier, Barock und bayerische Gastlichkeit entsteht. Das Asamjahr 1986 prägte die neue Werbestrategie hin zu Kulturtourismus. Die Asamausstellung in Aldersbach wird zur Erfolgsgeschichte. Auch die Tour de Baroque, eine sportliche Radtour an Altmühl und Donau, von Neumarkt i.d.OPf. bis Passau, soll speziell Kulturliebhaber ansprechen. Weitere Kultur-Themenjahre wie Der Gläserne Wald und Mittelalter in Ostbayern folgen und arbeiten Regionalität und die kulturelle Kompetenz Ostbayerns heraus.

Neunziger Jahre

Durch die Grenzöffnung Ende 1989 wird die Geschäftsstelle des Tourismusverbandes Ostbayern von einer wahren Anfragenflut überrollt. Zugleich löst sie einen Übernachtungsboom aus. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ergeben sich neue Herausforderungen und Chancen. In Kooperation mit der Tschechischen Zentrale für Tourismus führt man 1991 die Werbekampagne „Das Grüne Dach Europas“ und 1996/97 „Gold im Herzen Europas“ durch. Die Bettennachfrage einerseits und die strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft andererseits lassen die Kampagne „Bauernjahr in Ostbayern“ 1992 erblühen. Die Gästebetten auf dem Bauernhof werden zur existenzsichernden Einnahmequelle, parallel dazu identifizieren sich die Bäuerinnen mit ihrer Leistung und verbessern stetig ihre Angebotsqualität. Auch 1994 und 1995 steht das touristische Jahr als Fortsetzung und Erweiterung des Bauernjahres unter dem Thema „Ländliche Spezialitäten in Ostbayern“. 1997 eröffnet Bundeskanzler Helmut Kohl die Glasstraße – eine Ferienstraße, die bis heute die Einzigartigkeit der Glasproduktion im Bayerischen Wald erfolgreich nach außen trägt. Gleichzeitig wird der Nationalpark um das Falkensteingebiet erweitert. Die Werbekampagnen zum Thema „Familienferien in Ostbayern“ schließen die neunziger Jahre. Der erste TUI-Regionalkatalog „Ostbayern natürlich“ wird herausgegeben, das elektronisch Informations- und Reservierungssystem „Bayern Tourismus Line“ (BTL) entwickelt. Beides zeigt die sich verändernden Rahmenbedingungen im Tourismus auf.

Wechsel in ein neues Jahrtausend – das erste Jahrzehnt

Die Kur wird zum Gesundheitsurlaub, Kurzurlaub wird immer noch kürzer und mit Natururlaub setzt man einen Gegenpunkt zur Millenniumshektik und zu künstlichen Welten. Nur durch die ganzheitliche Ausrichtung auf die Erholung von Körper, Geist und Seele unter dem Begriff Wellness- und Gesundheitsurlaub sowie stetige Angebotsveränderungen und Qualitätsverbesserungen lassen die Kurbäder Ostbayern nicht an Anziehungskraft verlieren. Schwerpunktthemen wie „Wasser, Wandern, Wilde Wälder“, „Lust auf Natur“, „Urlaub im Zauber der Romantik“ setzen auf die Sehnsüchte der Menschen, Ruhe in unberührter Natur zu finden und aus den Kräften der Natur zu schöpfen. Im Hintergrund arbeitet man an den Rahmenbedingungen für Investitionen, Fachkräftequalifizierung, Kooperationen und Qualitätsprozessen. Zugleich verstärkt man das Marketing mit Fokus auf die Landschaftsgebiete und lanciert große Marketingkampagnen in Zeitschriften wie „Stern“ oder „Geo Saison“. Im Rahmen des Ertüchtigungsprogramms Ostbayern aus Mitteln der Europäischen Union wird eine Qualitätsoffensive Wandern und das Leuchtturmprojekt Goldsteig umgesetzt. 2007 wird der Goldsteig, mit 660 Kilometern der längste Qualitätswanderweg Deutschlands, eröffnet. Inzwischen verfügt er über eine tschechische Route und ein Wegenetz von über 2000 Kilometern. Auch der Jurasteig erhält 2008 seine Anerkennung als Qualitätswanderweg.

2008 ist das Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise. Sie hinterlässt auch im Tourismus ihre Spuren, das Jahr schließt mit Rückgängen bei Gästen und Übernachtungen. Die beständige Konzentration auf die regionale Profilierung, auf zielgruppenspezialisierte Produkte und Vertriebswege zeichnen den weiteren Weg vor.

Das zweite Jahrzehnt

Marken, Slogans, Produktverspechen – Marken spiegeln Werte wider. Im Marketing wird die Hervorhebung der authentischen Werte einer Region immer wichtiger. Menschen wollen sich mit ihrem Urlaubsgebiet identifizieren können. So sind alle Beteiligten, alle Bewohner einer Region Spiegelbild für die Region und im wahrsten Sinne des Wortes Markenträger. Während viele Informationsflüsse inzwischen in den Sozialen Medien, auf Messenger Diensten und über mobile Geräte stattfinden, ist der menschliche Kontakt nach wie vor der wertvollste. Die Urlaubsgäste sind vielfältig wie nie, die Vernetzung verschiedenster Branchen und Themenbereiche ist der aktuelle Weg, Urlaubsregionen ins Gespräch zu bringen, um aus Sicht der Gäste interessant und besuchenswert zu sein. Der Weg führt über den Kontakt auf Messen ebenso wie über die Onlinebuchbarkeit im Internet, die der Tourismusverband Ostbayern mit großer Intensität vorantreibt. Dieses Onlinebuchungssystem mit dem damit verbunden Service für die Gastgeber wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet und ist deutschlandweit einzigartig.

Die mutigen und tatkräftigen Unternehmensentscheidungen, große Investitionen zu tätigen, machen den Bayerischen Wald zu einer der besten Wellnessregionen Deutschlands. Aus der Pionierarbeit der Bäuerinnen heraus haben sich hochwertige Ferienwohnungen und Kinderhotels entwickelt. Zusammen mit den neu entstandenen Freizeiteinrichtungen ist eine Familienurlaubsregion erster Klasse entstanden.  Die „New Generation“ der Hotellerie und Gastronomie setzt auf regionale Produkte, ist kreativ und verwirklicht den Nachhaltigkeitsgedanken. Mit der Trans Bayerwald, einer Mountainbikerunde durch den Bayerischen Wald, den modernen Wellnesshotels und attraktiven Wanderangeboten fühlen sich auch junge Menschen angesprochen. Gerade sie zeigen und leben bewusst ihre Wertehaltung und neue Art der Heimatverbundenheit – mit Trachten auf den Volksfesten, mit ihrem Dialekt und der Wertschätzung der Natur. Bayerisch, traditionell, anders.

Das Bayerische Golf- und Thermenland ist mit den Heil- und Thermalbädern die übernachtungsstärkste Gesundheitsregion Mitteleuropas. Die fünf Kurbäder Niederbayerns haben den Wandel ausgelöst durch die Gesundheitsreform der neunziger Jahre erfolgreich gemeistert. Für immer mehr Menschen ist gesundheitliche Prävention ein Thema. Bad Füssing etwa erreichte im Jahr 2017 15 Prozent neue Gäste, die erstmals mit dem Gesundheitsangebot eines Thermalbadeortes Erfahrungen sammelten. Die Heil- und Thermalbäder widmen sich immer mehr auch gesundheitlichen Präventionsangeboten, für die die Krankenkassen ihren Mitgliedern Zuschüsse geben, sowie dem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Auch die Niederbayerntour, eine niederbayerischen Rad-Genussrunde, trägt ihren Teil zum sanften Sport bei.

Erholungsurlaub, Städte- und Geschäftstourismus sowie Tagesausflüge erbringen heute 4,378 Milliarden Euro Gesamt-Bruttoumsatz in Niederbayern und der Oberpfalz. Als Einkommenseffekte aus dem Tourismus ergeben sich 2,1 Milliarden Euro. Somit können rechnerisch 82.530 Menschen ein durchschnittliches Primäreinkommens von 24.872 Euro erzielen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Ins dritte Jahrzehnt

400 Mitglieder sind im Tourismusverband Ostbayern e.V. vereint. Der Verband und seine Mitglieder sind damit ein starkes Netzwerk in der ostbayerischen Tourismuswirtschaft. Der Verband sieht sich als Impulsgeber und innovativer Akteur und stützt so seine Mitglieder in den Kommunen mit der Entwicklung von Leuchtturmprodukten, einem Online-Buchungsservice, der Konzentration von Finanzmitteln und der Wissensvermittlung im neu entwickelten Extranet. Marktgerechte Produkte, wachstumsorientierte Marktstrategien und Digitalisierung gehen so Hand in Hand mit der persönlichen Betreuung vor Ort. Trotz Globalisierung der Märkte und dem härteren Druck im internationalen Wettbewerb ist man in dieser Konstellation den Anforderungen gewachsen und für die Zukunft gut aufgestellt. Eines gilt über die Jahre hinweg für den Tourismusverband Ostbayern, seine Mitglieder, die Gastgeber und alle touristischen Akteure:

Im Mittelpunkt allen touristischen Handelns steht der Mensch.

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