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DTV begrüßt Idee zur Abschaffung des Meldescheins

9. Juli 2019 · DTV · Pressemitteilung

Der Meldeschein in seiner aktuellen Form ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb begrüßt der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) die Diskussion darüber und den politischen Vorstoß der Grünen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre eine Abschaffung oder Digitalisierung wünschenswert. Angenommen bei jeder Ankunft eines Gastes in Deutschland wird ein Meldeschein auf einem A4-Blatt ausgefüllt, entsteht damit ein Berg von 260 Tonnen Papier – der ein Jahr später entsorgt werden muss. Das kann nicht dem Anspruch an Nachhaltigkeit entsprechen.

„In Deutschland muss der Gast den Meldeschein von Hand unterschreiben. Den Meldeschein abzuschaffen oder zumindest auf einen digitalen Meldeschein umzusteigen, würde die Bürokratie für Gastgeber deutlich verringern“ sagt dazu Norbert Kunz, Geschäftsführer des DTV.

Diese Belastung trifft nicht nur große Hotels. Auch die Vermieterin einer einzelnen Ferienwohnung und der Anbieter von Camping- und Reisemobilstellplätzen ist verpflichtet, von jedem Gast einen Meldeschein ausfüllen zu lassen und diesen ein Jahr lang aufzubewahren. Dabei fließen diese Zahlen nicht einmal in die amtliche Beherbergungsstatistik ein – dafür muss ab neun Betten noch eine gesonderte Meldung erfolgen.

Deutscher Tourismusverband
Seit 1902 setzt sich der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Als Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen vertritt der DTV die Interessen seiner rund 100 Mitglieder gegenüber Politik und Behörden, setzt Impulse, vernetzt Akteure miteinander und fördert einen zukunftsweisenden Qualitätstourismus im Reiseland Deutschland.

Weitere Informationen:

Markus Aspetzberger
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 / 856 215 – 121
E-Mail: aspetzberger@deutschertourismusverband.de