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FORUM FÜR TOURISMUS
IN OSTBAYERN

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Quelle: TVO_Eisenschink

Krise und Chancen im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft

Pressemitteilung. Die aktuelle Krise ist beispiellos für den Tourismus und für viele Betriebe inzwischen existenzbedrohlich. Je länger dieser Ausnahmezustand andauert, desto schwieriger wird die Gesamtsituation. „Die Wirtschaftshilfen und auch direkte Zuschüsse sind extrem wichtig, noch wichtiger ist es, wieder in die gewohnten Bahnen zu kommen. Wir brauchen eine Perspektive“, sagt Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, „zur Tourismusbranche gehören nicht nur Hotels und Anbieter von Ferienunterkünften, sondern auch die Erlebnisanbieter, von der großen Freizeiteinrichtung bis zum kleinen Bootsverleih. Viele sind an der Belastungsgrenze angekommen.“

Der Tourismus erbringt in Niederbayern und der Oberpfalz einen Gesamtumsatz von 4,84 Milliarden Euro und ist für die Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. „Wir sind gut ins Jahr gestartet und hatten im Februar hervorragende Übernachtungszahlen“, so Braun, „2446 Betriebe hatten geöffnet, die vom Lock down Mitte März direkt betroffen waren.“

Der Tourismusverband Ostbayern arbeitet am Re-Start

In der aktuellen Krise bringt der Tourismusverband Ostbayern sein Wissen und seine Erfahrung in vielen Gremien und bei den politischen Verantwortlichen ein. „Zusammen mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, der Bayern Tourismus Marketing GmbH, den weiteren Regionalverbänden und Partnern wie dem DEHOGA Bayern entwickeln wir aktuell eine „Restart“-Strategie und erörtern Problemfragen“, schildert Braun die intensive Zusammenarbeit auf Bayernebene, „zusammen unterstützen wir die Entscheidungsträger nach Kräften.“

Auch die tourismuspolitische Arbeit auf Bundesebene wird maßgeblich von Ostbayern mitgeprägt, denn Braun vertritt in der Arbeitsgruppe Tourismuspolitik des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) das Land Bayern. „Derzeit tagen wir wöchentlich auf digitalem Weg. Zentrale Aufgabe der Arbeitsgruppe Tourismuspolitik ist es, den Stellenwert des Wirtschaftsfaktors Tourismus gegenüber Politik und Gesellschaft zu steigern“, erklärt Braun. „Ein klarer Zeitplan oder ein Phasenmodell für die Lockerung bestehender Einschränkungen und klare Vorgaben für den Neustart des Deutschlandtourismus sind die Forderungen des DTV an den Bund, zudem ein ‚Rettungsschirm Deutschlandtourismus‘ des Bundes für Betriebe bis 250 Mitarbeiter und öffentliche Investitionen in die touristische Infrastruktur“, berichtet Braun aus der letzten Tagung, „auch die vielen kleinen Anbieter von Ferienunterkünften sind im Blick des DTV, für die er Liquiditätshilfen und Zuschüsse einfordert, wenn deren wirtschaftliche Existenz bedroht ist.“

Wir hoffen, dass eine rasche und praktikable Öffnung der touristischen Betriebe, möglichst zu Pfingsten, ausführbar sein wird“, hofft Braun, „Sachverstand und Verantwortungsbewusstsein leiten uns und wir wünschen nichts mehr, als dass all unsere Betriebe diese Krise gut überwinden können, persönlich und finanziell. Mit unseren Marketingmaßnahmen sind wir vorbereitet auf die Zeit der Lockerungen, mit dem Ziel in der aufkeimenden Reiselust und Ausflugstätigkeit umfassend präsent zu sein.“

Jetzt stark machen für die Zukunft

Der Tourismusverband Ostbayern hat ein Schulungsprogramm aufgelegt. Die Tochtergesellschaft OBS Online Buchungsservice GmbH führt digitale Schulungen unter dem Motto „Jetzt! Stark machen für die Zeit nach der Krise“ durch. „Wir nutzen jetzt die Zeit und stellen über unterschiedliche Formate, vom persönlichen Einzelcoaching bis zu Web-Seminaren den Betrieben kostenlos ein breites Beratungs- und Schulungsangebot zur Verfügung“, sieht Braun seine Aufgabe darin, die Betriebe aktiv zu unterstützen, sich digital und online buchbar für die Zeit nach der Krise zu rüsten, „denn wer dann nicht perfekt online buchbar ist, der wird es sehr, sehr schwer haben zu überleben.“

Als Informationskanal nutzt der Tourismusverband sein PartnerNet, welches er letztes Jahr installiert hat. Braun erklärt die Funktionalität: „Im PartnerNet unter partner.ostbayern-tourismus.de, bündeln wir alle Informationen, um die Hotels und Partner des Tourismusverbandes stets aktuell zu informieren. Darin sind auch Beiträge und Informationen der Industrie- und Handelskammern, des Kompentenzzentrums Tourismus des Bundes, des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, DEHOGA Bayern, sowie die amtlichen Veröffentlichungen des Bayerischen Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums zu finden.“

Aber auch unser Service in der Geschäftsstelle des Tourismusverbandes Ostbayern ist besetzt, so dass wir Prospektwünsche und Anfragen von unseren Gästen jederzeit entgegennehmen und bearbeiten können.

Wirtschaftshilfen für den Tourismus

Die Betriebe können die gebotenen Wirtschaftshilfen nutzen. Dazu gehören die Soforthilfe, der Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA, KfW-Sonderprogramm und Schnellkredit, Kurzarbeitergeld, Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen und Tilgungsaussetzungen, Aussetzung der Insolvenzpflicht und vieles mehr. „Aufgrund des nunmehr längeren Verbots von privaten Reisen wird es aber umso dringlicher, der Branche direkte nicht rückzahlbare Zuschüsse zur Verfügung zu stellen“ fordert Braun, er dankt aber auch den politischen Verantwortlichen, „ich weiß um die Sorge des Ministerpräsidenten und der politischen Verantwortlichen um die Gesundheit und die wirtschaftlichen Bedürfnisse dieser Zeit. Wir bedanken uns für die akuten Wirtschaftshilfen, die der Freistaat eingesetzt hat und den konstruktiven und engagierten Einsatz des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, unter dem auch der Tourismus steht. Die jetzt errungene vorläufige Mehrwertsteuersenkung für die Gastrobranche war eine Initiative aus Bayern.“

Schritt für Schritt zur Öffnung

„Wir haben viele familiär betriebene Hotels, die überwiegend wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Jeder gibt sein Bestes, diese schwierige Zeit zu überbrücken. Aber wenn die komplette Sommersaison verloren geht und die meisten Deutschen ihren Erholungsurlaub zu Hause verbringen mussten, haben diese auch aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit mehr, 2020 längere Reisen anzutreten. Solch ein Szenario würde zu einem anhaltenden Zusammenbruch der Tourismusbranche führen“, fürchtet Braun, „wir brauchen jetzt einen festen Termin für Lockerungen und die Öffnung, denn Urlaubsbuchungen brauchen auch eine Vorlaufzeit. Die Gäste müssen ihren Urlaub planen können. Umgekehrt müssen sich die Betriebe auf womöglich neue Hygienebestimmungen oder Abstandsregelungen einstellen können und brauchen Zeit, diese umzusetzen. Ich könnte mir vorstellen, dass man staffeln könnte, dass zum Beispiel Ferienhäuser und Ferienwohnungen eher aufmachen dürfen, weil die Gäste dort für sich sind, oder dass Hotels vorerst keine Frühstücksbuffets mehr haben dürfen oder aber Einschränkungen für Saunen und Hallenbäder erhalten. Wir hoffen natürlich, dass unsere Betriebe durchhalten und mit ihren angestammten Mitarbeitern in einen Neustart gehen können.“

Tourismus ist und bleibt eine positive Branche

Die Gastgeber bestätigen, dass sie bereit stehen für eine Öffnung, auch schrittweise oder unter weiteren Auflagen. Hygienestandards spielen bei den Wellnesshotels immer schon eine sehr bedeutsame Rolle. Neben den Wellnesshotels gibt es im ländlichen Bereich viele Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof, kleine Landhotels, Chalets, die abseits großer Tourismusströme einen sicheren Urlaub und wohltuende Erholung bieten.

„Unsere Region offeriert Urlaub für alle Budgets. Eine hervorragende Freizeitinfrastruktur steht jederzeit bereit, von Erlebnisangeboten bis zu ruhigen Wander- oder Spazierwegen. Jeder findet ein Angebot für seine persönlichen Bedürfnisse, vom Kurpark bis zum Mountainbiketrail. Gerade Naherholung und Kurzurlaube werden nach der Krise eine Rolle spielen. Viele wollen raus in die Natur, sich bewegen oder etwas für ihre Rekonvaleszenz tun“, sieht Braun die Bedürfnisse nach Ausgangsbeschänkung oder Quarantäne, „wir wünschen uns, dass sich die Menschen jetzt zu Hause auf den zukünftigen Urlaub freuen. Tourismus ist eine positive Branche und sie wird es auch in Zukunft bleiben. Die Lust auf Urlaub ist ungebrochen und wird nach der Krise wieder in Schwung kommen. Deutschlandtourismus und damit auch unsere Urlaubsregionen werden stark im Fokus stehen.“

Weitere Informationen:

#Zsammhoitn #despackmerscho

In den Sozialen Netzwerken der Bayerischen Urlaubsregionen teilt man derzeit schöne bayerische Momente und Geschichten unter dem Motto „für ein bisschen Bayern bei euch Dahoam“ mit den Hashtags zsammhoitn und despackmerscho: Auf den Webseiten des Bayerischen Waldes und des Bayerischen Golf- und Thermenlands gibt es daher die neue Rubrik “#zsammhoitn”.

Aktuelle Meldungen und Forderungen des DTV:

DTV-Pressemitteilung: Deutschlandtourismus und seine Wirtschaftskraft sichern

DTV-Forderungen zur Zukunftssicherung des Deutschlandstourismus

DTV-Pressemitteilung zum Thema Ferienunterkünfte

DTV-Papier zu Perspektiven für einen kontrollierten Neustart

Pressemitteilung; 27.04.2020 (uew)