Nächste Termine

FORUM FÜR TOURISMUS
IN OSTBAYERN

 Nichts mehr verpassen! Jetzt zu unserem Newsletter anmelden!

Hygienekonzept für Märkte ohne Volksfestcharakter

27. Juli 2020 · Corona-Krise · STMWI

Hier finden Sie das Rahmenhygienekonzept für Märkte ohne Volksfestcharakter.

Das StMGP, das die entsprechende Verordnung erlassen hat, hat die nachfolgenden Konkretisierungen bzgl. der Begriffe „kleinere Märkte“ und „keine großen Besucherströme“ übersandt:

 

Aufgrund der Unterschiedlichkeit von Märkten wollte der Verordnungsgeber in § 12 Abs. 4 der 6. BayIfSMV bezüglich der Teilnehmerzahlen – anders als bei Veranstaltungen – und bezüglich der Anzahl der Stände keine starren Vorgaben machen. Wann ein Markt einen großen Besucherstrom anzuziehen geeignet ist und wann es sich um einen „kleineren Markt“ handelt, ist also nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden. Einen Anhaltspunkt hierfür geben insbesondere die in der Regelung genannten, auch bisher schon erlaubten Wochenmärkte und die traditionellen Kunst- und Handwerkermärkte, wie sie vor Erlass der infektionsschutzrechtlichen Regelungen üblicherweise durchgeführt worden sind. Daraus ergibt sich, dass solche „kleineren“ Märkte wohl im Regelfall jedenfalls nicht mehr als 20 bis 30 Marktstände umfassen werden. Dabei ist außerdem zu berücksichtigen, wieviel Fläche im Einzelfall zur Verfügung steht und wie viele Stände auf dieser Fläche aufgebaut werden können, ohne dass die Sicherstellung eines stetigen Mindestabstands von 1,5m zwischen den Besuchern gefährdet wird.

Das Merkmal „keine großen Besucherströme“ ist dahingehend zu verstehen, dass der Markt keine überörtliche Ausstrahlungswirkung haben und daher keinen zusätzlichen Besucherzustrom aus einem überörtlichen Einzugsbereich auslösen darf und dass sich die Besucherzahl grundsätzlich in einer Größenordnung bewegen muss, die nach den Wertungen der 6. BayIfSMV für Versammlungen und Veranstaltungen unter freiem Himmel (ohne feste Sitzplätze) auch sonst als infektionsschutzrechtlich vertretbar eingeordnet wird. Das bedeutet, dass eine Größenordnung von regelmäßig bis zu etwa 200 Besuchern gleichzeitig nicht dauerhaft und nicht wesentlich überschritten werden sollte. Auch insoweit kann aber die Größenordnung und Besucherfrequenz von bisher üblichen Wochenmärkten und kleineren Kunst- und Handwerkermärkten als weiteres Kriterium herangezogen werden. Maßgeblich ist im Ergebnis, ob das Gesamtbild der Veranstaltung dem üblichen Zuschnitt der dort genannten Regelbeispiele entspricht.

 

Außerdem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass § 5 Abs. 1 S. 2 der 6. BayIfSMV weiterhin anwendbar bleibt, d.h. Märkte, die die obigen Voraussetzungen nicht erfüllen, dürfen ausnahmsweise aufgrund von Sondergenehmigungen durch die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden stattfinden. Wie bisher, sind hier die Umstände des Einzelfalls entscheidend, insbesondere die ständige Einhaltung geeigneter Schutz- und Hygienemaßnahmen.