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Debüt der „24h Trophy Lamer Winkel“ war ein Volltreffer

8. Oktober 2020 · Bayerischer Wald · Wandern

Eine “normale” Wandertour ist meistens auf einige Stunden beschränkt. 12 oder gar 24 Stunden auf Schusters Rappen unterwegs zu sein, ist nicht etwa ein Druckfehler, sondern die Idee von Grassl Events aus Berchtesgaden, die mit einer glänzenden Premiere am vergangenen Wochenende im Lamer Winkel Fuß gefasst haben dürften. Jedenfalls gibt es unter den Langzeitwanderern mittlerweile so viele Anhänger, dass eine Fortsetzung bzw. Wiederholung durchaus realistisch scheint.

Die Teilnehmerzahl war beim Debüt über die 65 Kilometer-Distanz in 24 Stunden und die 32 Kilometer lange Strecke in zwölf Stunden wegen der Corona-Pandemie auf 200 beschränkt worden. Da die Organisatoren viel Arbeit in die Vorbereitung steckten, war man heilfroh, das Event überhaupt durchführen zu können und akzeptierte den Aderlass.

Das Langzeitwandererlebnis “Biolectra 24h-Trophy” stand aufgrund des Paradewetters mit sagenhaftem Ausblick von der umliegenden Bergkette von Anfang an unter einem guten Stern. Beim Start am Samstagvormittag beim Lohberger Dorfstadl sprang bereits der Funke der Begeisterung auf das bunte Volk “Woidwanderer” und ihre Begleiter im Startbereich über. Die drei Bürgermeister bedankten sich unisono bei allen Helfern für ihr Zutun und wünschten eine schöne Zeit im Lamer Winkel. “Schaut euch die tolle Natur bei uns hier an”, so der gemeinsame Tenor der Rathauschefs. Freude herrschte ebenso über die Mitwirkung der vielen Einheimischen.

Zwei Aushängeschilder in der Region

Maria und Steffi Koller waren gerne der Einladung gefolgt, den Sportfreunden Rückendeckung zu geben. Moderator Bernd interviewte die beiden Trailrunnerinnen, die Aushängeschilder in der Region sind. “Es ist ein tolles Gefühl einmal auf der anderen Seite der Startlinie zu stehen. Es wird bestimmt ein brutales Event”, war sich Maria Koller sicher. Zwölf bzw. 24 Stunden auf den Beinen zu sein – das sei eine absolut starke Leistung.

Die Guides seien – zumindest für die Auswärtigen – eine Art Lebensversicherung. Für die 24-Stunden-Tour waren es Andreas “Sam” Stocker, Eva Pöschl und Triathlet Tom Mader, der es mit dem kessen Spruch “Keine Gnade für die Wade” hielt. Der Scherenschnitt beider Starts, die spannend angezählt wurden, war Bürgermeister Franz Müller vorbehalten.

Um 20 Uhr begrüßten die Wartenden die Zwölf-Stunden-Ankömmlinge, die mit Mund- und Nasenbedeckung den Schulberg herauf kamen, mit einer Laloa-Welle und anhaltendem Applaus. Zur Erfrischung schlug niemand den Gerstensaft der Heimatbrauerei aus und die gut gestimmte Gesellschaft prostete sich zu.

Im Dorfstadl war sogleich das Spaghetti-Buffet eröffnet. In der Schleuse zum Anstellen stand eine Wand mit vielen Unterschriften. In Davos in der Schweiz wurde damit begonnen, darauf persönliche Signaturen – im speziellen Jahr 2020 viele hundert – zu verewigen. Wer Lust und Liebe hatte, konnte sich eintragen.

Finisher-Urkunden mit Ellbogengruß überreicht

Im Anschluss hatte Moderator Bernd die große Ehre, die Ausgabe der Finisher-Urkunden zu leiten, die die Bürgermeister mit dem bekannten Ellbogengruß überreichten. “Es sehen alle sehr zufrieden aus”, stellte Franz Müller beim Blick in die Runde fest. Der Bürgermeister freute sich analog seiner Kollegen, dass alles unfallfrei abgelaufen sei und die Wanderer bestimmt einen guten Eindruck von der hiesigen Gegend gewonnen haben. Gerhard Mühlbauer zollte allergrößten Respekt für das Geleistete. Paul Roßberger dankte jenen Mainzelmännchen am Rande, die dafür sorgten, dass alles reibungslos funktionierte. Der Dank der drei Bürgermeister galt ebenso den Tourist-Info-Mitarbeitern, die eine ausgezeichnete Arbeit ablieferten.

Emotionen der Erleichterung und auch Stolz, es geschafft zu haben, waren den Absolventen ins Gesicht geschrieben. Dies steigerte sich bei der Ehrung von “Wiederholungstätern”. “Sie werden sicher den heutigen Abend im Lamer Winkel nicht vergessen”, konnte der Moderator gut nachfühlen. Standing ovations gab es noch für die Guides.

Tony Graßl hatte das Schlusswort. Er war voll des Lobes für die gute Stimmung und die erstklassige Moderation. “Ich empfinde größte Hochachtung gegenüber allen Teilnehmern.” Der Redner dankte den Verantwortlichen im Lamer Winkel für die prompte Zusage und den herzlichen Empfang. “Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Ich vertraue darauf, dass 2021 ein Jahr mit ganz wenig Abstand und vielen sozialen und gewohnten Kontakten wird”, drückte es der Moderator aus und widmete allen Anerkennung für die Mithilfe und die Disziplin.

 

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