©Quelle: erlebe.bayern/Thomas LinkelPressemitteilung;
2,5 Millionen Gäste besuchten im ersten Halbjahr die Urlaubsregionen Ostbayerns. Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,1 Tagen ergab dies 7,6 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben. Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, ist zufrieden mit diesem Zwischenergebnis: „Die Onlinebuchungen für Ostbayern sind quer durch die Regionen auch für die Sommermonate sehr positiv. Im Juli wird uns die intensive Regenphase jedoch einen Knick bescheren, denn spontane Gäste bleiben bei schlechtem Wetter aus.“
In der Statistik werden nur die Zahlen in gewerblichen Betrieben mit mindestens 10 Betten erfasst. Übernachtungen in privaten Unterkünften und Verwandtenbesuche sind nicht mitgerechnet. Hinzu kommen auch die Tagesgäste, die nur für einen Tag in die Region kommen und ohne Übernachtung wieder heimfahren.
©Quelle: Tourismusverband Ostbayern/Thomas Kujat
©Quelle: Tourismusverband Ostbayern/Gerhard IlligDen Ferien komme eine besondere Bedeutung zu, so Braun: „Pfingst- und Sommerferien sind im Bereich Familienurlaub unsere stärksten Zeiten. Familienurlaub ist Haupturlaub. Familien nutzen die gesamte Erlebnis- und Freizeitstruktur der Orte, gehen einkaufen und nutzen den öffentlichen Nahverkehr. Die Städte sind belebt von Städtereisenden und Ausflüglern. Viele Wanderer und Radfahrer erfreuen sich an den sonnigen Tagen bei einem Aktivurlaub.“
Im Juni hatten 2.381 gewerbliche Betriebe geöffnet. „Sie verdienen ihr Einkommen direkt vom Tourismus. Meist sind dies Familienbetriebe und klassische Mittelstandsbetriebe. Dazu kommen Hunderte Privatvermieter, die statistisch nicht erfasst werden. Unsere Gastgeber stützen maßgeblich die Wirtschaftskraft insbesondere im ländlichen Raum“, betont Braun.
Wachstum oder zumindest der Erhalt der Wirtschaftskraft im Tourismus sei keine Selbstverständlichkeit, erläutert er, denn die Branche habe viele Facetten. Vom Wandern und Radfahren bis hin zum Konzert- und Freizeitparkbesuch, von Geschäftsreise bis zum Wellness- und Gesundheitsurlaub gehöre alles dazu. Jeder Gast habe andere Bedürfnisse und stelle andere Anforderungen. „Unsere Anbieter und ihre Mitarbeitenden haben gerade während der Ferienzeit bei maximalem Einsatz Außerordentliches zu leisten“, sagt Braun. Sie seien die Basis für den Erfolg der Tourismusbrache.
©Quelle: Oberpfälzer Wald/Landkreis Tirschenreuth
©Quelle: Oberpfälzer Seenland/Thomas Kujat„Wir wünschen uns glückliche Gäste, doch wir wollen auch selbst etwas davon haben“, sagt Braun, „und zwar einen messbaren Mehrwert für die lokale Bevölkerung, etwa durch Arbeitsplatzsicherung, kulturelle Angebote und Infrastruktur, auch jenseits der klassischen Wertschöpfung aus dem Tourismus.“
Tourismus gebe den finanziellen Rückhalt für Freizeitangebote, Restaurants, Cafés, Öffentlichen Nahverkehr, Nahversorgung und das Stadt-/bzw. Ortsbild. Die Bedeutung für Naherholungsmöglichkeiten steige. So kommen beispielsweise der Ausbau und Erhalt von Rad- und Wanderwegen zuallererst den Einheimischen zugute, da sie langfristig davon profitieren. Eine attraktive Freizeitausstattung würde es ohne Tourismus oft nicht im gleichen Maße geben. So trägt der Tourismus in erheblichem Maß zur Lebensqualität einer Urlaubsregion bei.
©Quelle: erlebe.bayern/Thomas Linkel
©Quelle: erlebe.bayern/Thomas LinkelDie Prozentangaben sind die Veränderung zum Vorjahreszeitraum
Ostbayern gesamt:
Gästeankünfte: 2.466.541 / +2,8 %
Übernachtungen: 7.605.113 / +0,8 %
Bayerischer Wald:
Gästeankünfte: 876.937 +3,5 %
Übernachtungen: 2.975.742 / +1,0 %
Oberpfälzer Wald:
Gästeankünfte: 184.755 / -2,0 %
Übernachtungen: 494.316 / -2,6 %
Bayerischer Jura:
Gästeankünfte: 258.416 / +3,2 %
Übernachtungen: 545.074 / +4,2 %
Bayerisches Thermenland:
Gästeankünfte: 808.054 / +2,6
Übernachtungen: 2.985.472 / +0,7
Stadt Regensburg:
Gästeankünfte: 338.379 / 3,7 %
Übernachtungen: 604.509 / +0,1 %
Ostbayerische Städte:
Gästeankünfte: 730.879 / +3,5 %
Übernachtungen: 1.339.561 / +0,6 %
Ausländische Gäste:
In der Statistik enthalten sind 292.047 ausländische Gäste, die Ostbayern besuchten. Daraus ergeben sich 742.309 Übernachtungen.
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik
Informationen: www.ostbayern-tourismus.de
