©Quelle: Heidi Wolf/LGS 2025Furth im Wald. Mit einem großen Finale geht die Landesgartenschau am 5. Oktober zu Ende. Bis zuletzt gilt das Motto „Sagenhaft viel erleben!“ Am Sonntag um 15 Uhr findet die offizielle Fahnenübergabe an Bad Windsheim statt, das die nächste Landesgartenschau im Jahr 2027 ausrichtet. Anschließend begleitet der Spielmannszug „Grenzfähnlein“ alle Mitwirkenden in die Park-Arena, wo eine Dankesfeier mit Umweltminister Thorsten Glauber stattfindet, ehe sich das LGS-Team auf der Hauptbühne von den Besucherinnen und Besuchern verabschiedet. Der Gankino Circus aus Dietenhofen bei Ansbach bestreitet mit seinem neuen Programm „Das Gegenteil von Rock´n´Roll“ die letzte von insgesamt 3 070 Veranstaltungen während der vergangenen 137 Tage. Zum Abschluss gibt es dann noch ein Wasserfeuerwerk, mit dem ein Dorfverein“ aus Gschwand, einem Stadtteil von Furth im Wald, den Schlusspunkt hinter unvergesslichen Monaten setzt. Bis zum 15. September wurden 350. 000 Besuche gezählt, viel mehr als erwartet.
Im Projekt Landesgartenschau stecken 23 Millionen Euro, von denen die Stadt ungefähr ein Drittel trägt. Zwölf Brücken sind entstanden; der Drachensteg mit dem markanten sichelförmigen Lamellen-Geländer führt durch das gesamte Ausstellungsgelände. Spektakulär ist die Park-Arena mit dem kuppelförmigen Dach, das in Zusammenarbeit mit der TH Augsburg nach einem digitalen Bauplan errichtet wurde. Geplant hat sie der Architekt Peter Hickl aus dem Nachbarort Eschlkam. In einem Holzbaubetrieb ebenfalls in Eschlkam wurden die 168 Waben aus heimischem Fichten- und Tannenholz gefertigt und auf der Baustelle montiert – ein bisher einmaliges Bauwerk mit 14,5 Meter Höhe und 38 Meter Spannweite. Sie ist der Auftrittsort für den Further Drachen, den größten vierbeinigen Schreitroboter der Welt, der sich dort an drei Tagen pro Woche präsentiert.
Über 50 Aussteller haben sich an der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 beteiligt. 11 663 Dauerkarten wurden verkauft, die letzte am 30. August. Gärtner pflanzten 14 000 Sommerblumen und legten rund 8 000 Zwiebeln. Mit 15 000 Ehrenamtsstunden können die freiwilligen Helferinnen und Helfer – so viele wie noch bei keiner Landesgartenschau vorher – eine grandiose Bilanz vorweisen.
Ehrenamtlich betrieben wird auch der Weinstand im Chambauenpark, der sich zu einem Hotspot entwickelt hat. Mitglieder des bayerisch-österreichischen Freundschaftskreises schenken hier den Landesgartenschauwein aus, den fünf Winzer und eine Winzerin aus der Partnergemeinde Furth bei Göttweig in der Wachau produziert haben. Die Furtherinnen und Further sind während der Landesgartenschau zu Weintrinkerinnen und -trinkern geworden!
Enormen Zulauf verzeichneten auch das Kreativprogramm und die „Schule im Grünen“ mit vielfältigen Angeboten. Kindergärten und Schulen auch aus dem benachbarten Tschechien waren als Besucher und als Akteure eingebunden. Die wechselvolle Geschichte zwischen Bayern und Böhmen stellte das Centrum Bavaria Bohemia mit einem Container zum „Grünen Band“ Europas dar. Der Bildhauer Čestmír Suška aus Prag erinnerte mit seinen Objekten „Verlassene Häuser“ aus alten Zisternen an die Vertreibung nach dem II. Weltkrieg. Diese Ausstellung und die Auftritte der Kafka-Band und des Theaters der Brüder Forman aus Prag hat der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds möglich gemacht.
Ein volles Programm gibt es auch noch an den Tagen vorher:
Am Donnerstag, 2. Oktober, von 19 bis 20.30 Uhr bieten der Wort- und Musikkabarettist Josef Brustmann, Benni Schäfer und Sebastian Horn von „Dreiviertelblut“ einen mächtigen und schönen Drei-Männer-Gesang zu Zither, Gitarre und Bass!
Am Freitag, 3. Oktober, ist Herbst- und Drachenfest: Besucherinnen und Besucher können auf dem Sportgelände Drachen steigen lassen, Kinder im Kreativbereich vorher noch kleine Drachen basteln. Es gibt ein Musikprogramm mit Samba Bavarese, Country-Rock, dem Blasorchester Furth im Wald, einer Tanzeinlage der Sunshine Kids, außerdem Einradfahren.
Ein großer Künstler- und Handwerkermarkt mit 45 Ständen findet am Samstag, 4. Oktober, von 9 bis 18 Uhr statt. Den ganzen Tag über wird Musik auf allen Bühnen geboten; das Programm reicht von den Goißlschnalzern bis zum Multikulti-Integrationsverein Roding.
©Quelle: Heidi Wolf/LGS 2025
©Quelle: Tourismusverband Ostbayern
©Quelle: Tourismusverband Ostbayern