©Quelle: TVO/Eberl-WalterAm 11.11.2025 trafen sich die Touristiker der ostbayerischen Landkreise, Städte und Heilbäder vormittags zur jährlichen Touristikertagung im Hotel ASAM in Straubing. Am Nachmittag schloss sich das “Kamingespräch” des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) zum Thema “Vermarktung kleiner historischer Städte” an.
Eingangs informierte Vorstand Dr. Michael Braun über die neuesten Ergebnisse des “Wirtschaftsfaktor Tourismus” und deren Bedeutung für Ostbayern. Insgesamt sei man zufrieden mit den Ergebnissen, zeigen sie doch, dass die touristische Wertschöpfung in Ostbayern weiter gestiegen ist.
Es folgten kurze “Sprinterinfos” zu aktuellen Förderprojekten des Verbandes. Veronika Perschl informierte über das neue LEADER-Kooperationsprojekt “Natürlich Ostbayern – Nachhaltigkeit im Tourismus im Fokus”, Verena Wanninger gab Einblicke zum aktuellen Stand des INTERREG-Projektes “Digitalisierungsoffensive Ostbayern – Oberösterreich” und Deborah Seidler stellte das gerade angelaufene INTERREG-Projekt “Kulturerebe Goldsteig” vor.
Barbara Radomski, Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing GmbH, erläuterte die Kampagne für den niederländischen Markt im Jahr 2026 sowie die Imagekampagne “Bayern – geHÖRTerlebt“, die auf der ITB 2026 offiziell eröffnet wird und mindestens zwei Jahre laufen soll. Explizit wies sie auf den neuen Tourismusmonitor Bayern hin. Dies ist eine kostenlose, öffentliche Plattform, die umfassende Tourismusdaten im Gesamtkontext mit Indikatoren aus Wirtschaft, Demografie, Infrastruktur, Umwelt und Wetterfür die 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte enthält und damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Kommunen sein kann.
In Ostbayern steht im Jahr 2026 eine weitere Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte an. Diese findet unter dem Motto “Musik in Bayern” in Freyung im TonYversum vom 25. April bis 08. November 2026 statt. Der stv. Leites des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Peter Wolf, und Herbert Unnasch, Geschäftsführer der Stadt Freyung VeranstaltungsgGmbH, gaben erste Einblicke in den Aufbau, die Inhalte und das Rahmenprogramm der Ausstellung.
Abschließend stellte Florian Heilmayr von Bayern innovativ die geänderten Förderbedingungen der Kongressinitiative Bayern vor. Neu ist beispielsweise, dass es schon bei einer Veranstaltung mit 100/200 Personen über zwei Tage 12.000 Euro Förderung gibt – bei drei Tagen 15.000 Euro, bei vier Tagen 18.000 Euro. Dazu kommen mögliche Zuschläge von +30 % für internationale Gäste und +20 % in der Nebensaison – beides kombinierbar. Die Fördersätze steigen sukzessive mit der Anzahl der Teilnehmenden. Wichtig ist, dass den Antrag der Veranstalter und nicht der Hotelier stellt. Die Veranstaltung muss mindestens zwei Tage mit jeweils vier Stunden Programm dauern. Weitere Voraussetzungen sind beispielsweise, dass die Veranstaltung in Bayern stattfindet (Sitz des Veranstalters egal), dass die Veranstaltung neu ist oder zuletzt (teilweise) außerhalb Bayerns stattfand. Eine Förderung ist zweimal in fünf Jahren möglich.
Bei der gemeinsamen Nachmittagsveranstaltung von BZT und TVO ging es darum, wie sich kleine historische Städte besser auf dem touristischen Markt positionieren können. Prof. Alfred Bauer, der Leiter des BZT, stellte aktuelle Studienergebnisse zum Thema Städtereisen vor, während Eva Pötzl einen praktischen Einblick in die Vermarktung der Arbeitsgemeinschaft “17 kleine historische Städte in Österreich” gab. In anschließenden Workshops suchte man nach Vermarktungsansätzen für die kleinen ostbayerischen Städte.