©Quelle: © FNBW, Wagner
Die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald und die Destinace Šumava Zije stärken Ihre Zusammenarbeit bei einem gemeinsamen Ausflug im Winterwald.
Spiegelau 18.12.2025 Beim zweiten Treffen der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald und der tschechischen Tourismusorganisation Destinace Šumava Zije standen drei Themen im Mittelpunkt: grenzüberschreitende Mobilität, gemeinsame Besucherinformationen und neue touristische Impulse für die gesamte Region. Die enge Zusammenarbeit soll sowohl Gästen als auch den Mitarbeitern in den Touristinformationen eine klarere Orientierung bieten und die touristischen Stärken beider Nationalparks noch sichtbarer bündeln. Robert Kürzinger, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, betonte dazu: „Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Partnern ist. Besonders im Bereich der grenzüberschreitenden Mobilität und der gemeinsamen Besucherinformationen können wir unseren Gästen künftig noch klarere Orientierung und ein nahtloses, europäisches Reiseerlebnis bieten. Gleichzeitig schaffen wir neue Impulse, die die Stärken beider Nationalparks nachhaltig miteinander verbinden und die Region als Ganzes attraktiver machen.“
Auf Spurensuche im Böhmerwald
Mit dem Bus ging es durch die verschneite Winterlandschaft des Šumava Nationalparks nach Srni. Der Nationalpark Šumava zählt zu den größten Schutzgebieten im Südwesten des Böhmerwalds und bildet gemeinsam mit dem Nationalpark Bayerischer Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Die unmittelbare Nachbarschaft der beiden Wälder ermöglicht es Gästen, nahtlose Naturerlebnisse auf beiden Seiten der Grenze zu erleben. Ein besonderes Highlight ist die Wanderung auf dem Ameisensteig. Der Weg führt durch stille Waldgehölze und eröffnet dabei immer wieder beeindruckende Blicke auf die winterliche Landschaft, ein echter Geheimtipp für Naturfreundinnen und Naturfreunde. Im Nationalparkzentrum Srni erfahren Besucherinnen und Besucher faszinierende Hintergründe rund um den Wolf – etwa, woran man ihn eindeutig vom Hund unterscheiden kann, welche überraschende Verbindung es zum Pariser Louvre gibt und auf welche Weise Wölfe miteinander kommunizieren. Direkt oberhalb des Wolfsgeheges führt zudem ein Aussichtspfad entlang. Von dort bietet sich ein ungewöhnlicher Blick ins Gehege – und mit etwas Glück erspäht man sogar einen der scheuen Bewohner.
Kulturhistorische Einblicke im Karl-Klostermann-Haus
Das moderne Ausstellungs- und Besucherzentrum, vermittelt kulturhistorische Hintergründe der Grenzregion und widmet sich dem Schriftsteller Karel Klostermann, der als „Dichter des Böhmerwaldes“ gilt. Seine Werke erzählen vom Wandel des Böhmerwaldes zwischen Mythos, Naturgewalten und dem Verschwinden traditioneller Lebenswelten – Themen, die in der Ausstellung anhand szenischer Darstellungen und literarischer Bezüge eindrucksvoll erlebbar gemacht werden. Ein weiterer Besuchermagnet, der sich besonders als Ausflugstipp für deutsche Gäste anbietet.
Grenzüberschreitende Mobilität
Seit 2022 verbindet die grenzüberschreitende Fahrscheinkooperation den öffentlichen Nahverkehr auf deutscher und tschechischer Seite. Projektleiter Dr. Jan Gregor, zuständig für regionale Mobilität & Tourismus im Grenzraum Niederbayern-Südböhmen-Pilsen der Euregio Bayern, berichtet über den erfolgreichen Start des Pilotprojekts mit zunächst 12 Linien auf deutscher Seite und dessen Ausbau auf rund 400 Linien im Jahr 2023, was die zunehmende Bedeutung der grenzüberschreitenden Angebote verdeutlicht. Dabei bestehen Herausforderungen, die Zeit und Abstimmung erfordern, etwa Tarifunterschiede, Informationslücken und die Orientierung der Gäste über die Grenze hinweg. Im Rahmen des Treffens wurden verschiedene Verbesserungsvorschläge diskutiert, um die Kommunikation nach außen zu stärken und den Gästen aus beiden Regionen klare, verständliche Informationen für grenzüberschreitende Fahrten bereitzustellen.
Ausblick auf das nächste Treffen
Schon jetzt steht fest: Bereits im Januar kommt es zu einem erneuten Treffen der beiden Partner – diesmal auf deutscher Seite. Auf dem Programm stehen besondere Höhepunkte, die die internationale Bedeutung der Region eindrucksvoll sichtbar machen. Die Gäste dürfen sich auf spannende Einblicke in die Vielfalt der Angebote und die Qualität der touristischen Einrichtungen freuen, die den Urlaub in der Region so einzigartig machen. Damit setzt die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und zeigt zugleich, dass sie nicht nur für Natur und Erholung steht, sondern auch für innovative Impulse und eine konsequente Weiterentwicklung im Sinne ihrer Gäste.
©Quelle: © FNBW, Wagner
©Quelle: © FNBW, Wagner
©Quelle: © FNBW, Wagner