©Quelle: Freundin von Welt - Kirsten RickFür ihren Reiseblog freundinvonwelt.com begab sich Reisejournalistin Kirsten Rick letzten Sommer auf eine dreitägige Entdeckungstour durch den Oberpfälzer Wald, eine Region Bayerns, die nicht laut um Aufmerksamkeit wirbt, sondern mit Ruhe und Tiefe überzeugt. Zwischen Naturerlebnis, jahrhundertealten Traditionen und urbanen Überraschungen erlebte sie die „leise Seite Bayerns“ in all ihren Facetten.
Den Auftakt ihrer Reise bildete das Naturerlebnisdorf Friedenfels im Steinwald. Statt touristischer Inszenierung setzt man hier konsequent auf Entschleunigung, nachhaltige Wanderangebote und bewusst gepflegte Stille. Auf Spaziergängen und Wanderungen entlang des Goldsteigs begegnete Kirsten Rick uralten Buchen, markanten Granitformationen und einer Landschaft, die zum Innehalten einlädt.
Ein weiterer Schwerpunkt des ersten Tages war die Tirschenreuther Teichpfanne, eine einzigartige Kulturlandschaft mit rund 1.000 Karpfenteichen. Gemeinsam mit Teichwirtin Anna Klupp erhielt die Bloggerin Einblicke in die jahrhundertealte Karpfenteichwirtschaft, die heute zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zählt.
Am Nachmittag führte der Weg zur Burg Falkenberg, die spektakulär auf einem Granitfelsen thront. Den Abend ließ Kirsten Rick bei einem Zoigl ausklingen: dem traditionsreichen, gemeinschaftlich gebrauten Bier der Oberpfalz, welches bis heute in Kommunbrauhäusern hergestellt wird.
Der zweite Reisetag stand ganz im Zeichen der Natur. Im Waldnaabtal wanderte die Bloggerin auf einer der schönsten Etappen des Goldsteigs. Ergänzt wurde die Wanderung durch fachkundige Erläuterungen zu Geologie und Ökologie der Region.
Einen spannenden Kontrast dazu bildete der Besuch des Kontinentalen Tiefbohrprogramms (KTB) in Windischeschenbach. Unter einem 83 Meter hohen Bohrturm verbirgt sich eines der tiefsten Forschungsbohrlöcher der Welt im kristallinen Gestein. Auch wenn das eigentliche Bohrloch unsichtbar bleibt, vermittelt die Anlage eindrucksvoll die Bedeutung der Oberpfalz für internationale Geowissenschaften.
Am dritten Tag führte die Reise nach Weiden in der Oberpfalz – eine Stadt, die oft unterschätzt wird. Der Tag begann im Café Edelweiß, das mit eigener Rösterei für moderne Kaffeekultur steht. Bei einem Stadtrundgang mit ehemaliger Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz lernte Kirsten Rick die historische Altstadt kennen, geprägt von Renaissancegiebeln, religiöser Vielfalt und der besonderen Geschichte Weidens als Simultanstadt.
Zur Mittagszeit kehrte sie bei Mama’s Streetfood ein, wo kreative, vegetarische Gerichte regionale Esskultur zeitgemäß interpretieren. Am Nachmittag folgte ein Besuch im Internationalen Keramikmuseum im barocken Waldsassener Kasten. Die Ausstellung verdeutlicht Weidens Bedeutung als traditionsreicher Porzellanstandort und zeigt eindrucksvoll, wie sich Kunsthandwerk und industrielles Design verbinden lassen.
Im Laufe des letzten Jahres sind verschiedene Blogbeiträge zum Oberpfälzer Wald entstanden:
Zum aktuellsten Beitrag geht es hier: Die leise Seite Bayerns: Drei Tage im Oberpfälzer Wald

















