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©Quelle: Oberpfälzer Wald_Thomas Kujat

Tourismus als starker Wirtschaftsfaktor im Oberpfälzer Wald

5. Februar 2026

Neue dwif-Studie belegt: 403 Millionen Euro Umsatz und tausende gesicherte Einkommen.

Der Tourismus ist ein zentraler Motor für Wirtschaft und regionale Entwicklung im Oberpfälzer Wald. Das zeigt die aktuelle Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus 2024“ des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), die für die Tourismusdestination erstellt wurde.

Berücksichtigt wurden dabei nicht nur klassische Urlaubsreisen mit Übernachtung, sondern auch Tagesausflüge, Geschäftsreisen sowie Kur- und Wellnessaufenthalte. Insgesamt kamen im Jahr 2024 rund 11,0 Millionen touristische Aufenthaltstage im Oberpfälzer Wald zusammen. Den größten Anteil daran hatten Tagesgäste, die die Region für Freizeitaktivitäten, Erholung oder Einkäufe besuchen.

Aus dieser touristischen Nachfrage resultierte ein Bruttoumsatz von rund 403 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 170,5 Millionen Euro auf Übernachtungsgäste und 232,5 Millionen Euro auf Tagesgäste. Die Umsätze verteilen sich auf unterschiedliche Branchen und zeigen, wie breit der Tourismus in die regionale Wirtschaft hineinwirkt:

  • 197,8 Millionen Euro im Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie)
  • 124,1 Millionen Euro im Einzelhandel
  • 81,1 Millionen Euro im Bereich Dienstleistungen, etwa Freizeitangebote, Mobilität, Gesundheit oder Wellness

Damit profitieren nicht nur Hotels und Gaststätten, sondern auch zahlreiche weitere Betriebe – von regionalen Produzenten und Handwerksunternehmen über Verkehrs- und Baugewerbe bis hin zu Agenturen und Großhandel.

Nach Abzug von Mehrwertsteuer und Vorleistungen verbleiben 187,6 Millionen Euro als touristische Wertschöpfung in der Region. Dieses Geld fließt direkt in Einkommen, Löhne und Gewinne und trägt mit 1,7 Prozent zum gesamten regionalen Primäreinkommen bei.

Auch die Effekte auf den Arbeitsmarkt sind beachtlich: Rein rechnerisch können 6.105 Personen durch die touristische Nachfrage ein durchschnittliches Primäreinkommen von rund 30.700 Euro pro Jahr erzielen. In sogenannten Beschäftigtenäquivalenten entspricht dies 6.666 Personen, deren Einkommen ganz oder teilweise durch den Tourismus gesichert wird. Dabei ist zu beachten, dass viele Menschen – etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie – nicht ausschließlich, aber anteilig vom Tourismus leben.

Darüber hinaus leistet der Tourismus einen wichtigen Beitrag zu den öffentlichen Haushalten. Allein aus Mehrwert- und Einkommensteuer entstehen jährlich rund 37,6 Millionen Euro Steuereinnahmen. Hinzu kommen weitere kommunale Einnahmen wie Grund- und Gewerbesteuer, Zweitwohnungssteuer, Kurtaxe oder Tourismusabgaben. Studien zeigen, dass Kommunen zwischen einem und mehr als drei Prozent der touristischen Nettoumsätze als Steuereinnahmen erhalten: Geld, das wiederum in Infrastruktur, Lebensqualität und Daseinsvorsorge investiert werden kann.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen sehr deutlich, welche Bedeutung der Tourismus für unsere Region hat“, betont Alexandra Beier, Geschäftsführerin und Tourismusreferentin des Landkreises Schwandorf. „Er stärkt nicht nur das Gastgewerbe, sondern wirkt weit in andere Branchen hinein, sichert Einkommen und Arbeitsplätze und trägt entscheidend zur Attraktivität unserer Städte und Gemeinden bei.“

Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre unterstreicht diese positive Rolle. Die Zahl der Übernachtungen ist seit 2014 deutlich gestiegen und liegt heute über dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Auch die touristische Wertschöpfung hat sich innerhalb von zehn Jahren erheblich erhöht. Mit über 30 touristischen Aufenthaltstagen pro Einwohner und einem Bruttoumsatz von mehr als 1.100 Euro pro Kopf zeigt sich, dass der Tourismus im Oberpfälzer Wald fest verankert ist – als wirtschaftliche Stärke, als Arbeitgeber und als wichtiger Baustein für eine lebenswerte Region.



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Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald
Autor(in): Nina Pirner
nina.pirner@tirschenreuth.de

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