Inhalt anspringen
 
Skip Navigation
©Quelle: © FNBW

Vernetzt. Flexibel. Zukunftsfit.

27. Februar 2026

Wie systematische Zusammenarbeit mehr Service, Effizienz und Mehrwert für Kommunen, Mitarbeitende und Gäste schaffen kann

Spiegelau 27.02.2026 Seit über einem Jahr läuft in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald ein intensiver Probedurchlauf zur standortübergreifenden Zusammenarbeit der Tourist-Informationen im Rahmen des „Zukunftsfit“. Begonnen hat alles im Januar 2025 mit den Gemeinden Spiegelau und St. Oswald-Riedlhütte. Heute zeigt sich: Dieses neue Kooperationsmodell funktioniert nicht nur, sondern schafft einen messbaren Mehrwert für Mitarbeiter, Kommunen und vor allem für die Gäste.

Ein Erfolgsmodell: Die „Pilotphase Spiegelau + St. Oswald-Riedlhütte“

Die einjährige Testphase hat gezeigt, wie gut sich Abläufe optimieren lassen, wenn mehrere Standorte enger zuammenarbeiten. Die Einsatzplanung ist deutlich flexibler geworden: Urlaubs- und Krankheitsvertretungen lassen sich unkompliziert organisieren, sodass Schließzeiten vermieden werden können. Gerade in besucherstarken Zeiten, wie etwa an den Wochenenden der bayerischen Ferienzeiten, ist es dadurch möglich, die Öffnungszeiten auszuweiten und ein zuverlässiges Serviceangebot sicherzustellen. Grundlage dafür ist die standortübergreifende Rotation des Personals, die zugleich zu einem einheitlichen Qualitätsstandard in Beratung und Betreuung geführt hat. „Wir können uns gegenseitig aufeinander verlassen und das ist das Wichtigste“, betont Stefanie Finger, Leiterin der Tourist-Info in St. Oswald-Riedlhütte.

Auch 1. Bürgermeister der Gemeinde Spiegelau Karlheinz Roth kann nur positiv von der Entwicklung sprechen: „Der Entschluss, die touristische Arbeit in die Hände der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald zu legen, war von Beginn an die richtige Entscheidung. Das neue System „Zukunftsfit“ hat sich nach einem Jahr Probedurchlauf deutlich bewährt und gezeigt, wie positiv sich diese enge Zusammenarbeit für alle Beteiligten auswirkt. Besonders erfreulich ist, dass dadurch die Öffnungszeiten der Tourist-Information in Spiegelau verbessert werden konnten. Die Kooperation mit meinem Kollegen, 1. Bürgermeister Herr Waiblinger aus St. Oswald-Riedlhütte, hat sich spürbar intensiviert und ein neues Niveau erreicht. Insgesamt profitieren alle Gemeinden von diesem Weg der Zusammenarbeit. Die Einführung des Systems war daher ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt für die gesamte Region“

Ab 2026 wird dieses Modell auch im Landkreis Regen weiter ausgebaut werden – etwa mit den Tourist-Informationen Bayerisch Eisenstein, Zwiesel und Frauenau. Auch die Zusammenarbeit der Standorte Neuschönau, Mauth und Hohenau besteht bereits seit längerer Zeit. In dringenden Fällen kann bei Bedarf die Unterstützung auch kurzfristig gemeindeübergreifend organisiert werden.

Digital bestens vernetzt – seit über 10 Jahren

Was hinter den Kulissen passiert: Ein großer Teil der Arbeit findet längst digital statt. Bereits seit geraumer Zeit nutzt die Ferienregion einheitliche digitalte Strukturen. Die Zusammenarbeit in verschiedenen Teams und der kontinuierliche digitale Austausch über Microsoft Teams, unter anderem in regelmäßigen Online-Meetings, sorgen für mehr Transparenz und einen verbesserten Informationsfluss. Telefonate und Serviceanfragen können standortübergreifend weitergeleitet werden, sodass die Erreichbarkeit für Gäste jederzeit sichergestellt ist. Durch die zentrale Bearbeitung touristischer Datenbanken, Gästekarten-Systemen und weiterer Programme werden täglich unzählige Informationen gepflegt, aktualisiert und digital ausgespielt – in Apps, auf der Website, in Kartensystemen und anderen Partnerplattformen. Diese Arbeit passiert im Hintergrund, ist aber unverzichtbar für das, was Gäste später sehen und nutzen.

Bedeutung „Zukunftsfit“

Die Tourist-Informationen der Ferienregion wurden nach Standort, Lage, Besucherfrequenz und Leistungsangebot differenziert und in vier Kategorien eingeteilt: Nationalpark-Tor, Infostelle und Infopunkt (mit oder ohne Personal). Im Zentrum stehen die vier sogenannten „Nationalpark-Tore“, die Schwerpunkt Tourist-Informationen: Es sind die Tourist-Infos in der Glasstadt Zwiesel, Spiegelau, Bayerisch Eisenstein und Neuschönau. Dank ihrer umfangreichen Leistungen und der höheren Personalstundenzahl können die Tore Gäste auch an Wochenendtagen betreuen, Gästekarten für alle FNBW-Gemeinden ausgeben, Unterkünfte und Serviceangebote regionsweit vermitteln und umfassende Informationen geben.

Davon profitieren nicht nur die direkten Standorte, sondern auch die benachbarten kleineren Infostellen und Infopunkte der Ferienregion, die so durch die Tore ausserhalb der eigenen Öffnungzeiten unterstützt und ergänzt werden und ihren Gästen so ebenfalls einen durchgängigen Service bieten können. Um die erweiterten Leistungen der Nationalpark-Tore zu finanzieren, leisten die Infostellen und Infopunkte einen Beitrag zur sogenannten „Tor-Umlage“.  Somit ist es möglich, dass auch Orte als prädikatisierte Erholungsorte anerkannt werden, die vom Deutschen Tourismus Verband (DTV) vorgebebenen Mindestanforderungen an die Öffnungszeiten nicht erfüllen können. Das wiederum sorgt für finanzielle Entlastung ohne Qualitätsverluste für Gäste und Partner. Die offizielle Prädikatisierung ist aber für die Erhebung von Kurbeiträgen erforderlich.

Klare Vorteile für Kommunen

Für die Kommunen bietet „Zukunftsfit“ ein transparentes und faires System. Neue Gesellschafter (Kommunen) können schrittweise in die GmbH integriert werden und erhalten so Zeit sich in die bestehende Struktur einzuarbeiten und ihre Entwicklungen planbar zu gestalten. Ein Wechsel der Kategorie ist allerdings immer erst nach zwei Jahren möglich, immer mit dem Hintergrund, dass er nötig und auch sinnvoll ist. So bleibt ausreichend Zeit für die weitere Planung und Entwicklung innerhalb des Verbundes. Gemeinden haben die Möglichkeit, den Beratungsbedarf vor Ort mittelfristig zu steuern. Gleichzeitig eröffnet das System Einsparpotenziale, etwa durch sinnvolle Herabstufung der Kategorie. So wurde eine nachhaltige, flexible und zukunftsfähige Grundlage für die flächendeckende Zusammenarbeit geschaffen. Darüber hinaus entstehen durch die enge Abstimmung auch neue Synergien zwischen den Kommunen. So können gemeinsame Kombiprodukte entwickelt werden, die nicht nur inhaltlich Mehrwert schaffen, sondern auch zu einer Kostenersparnis beitragen. Ein Beispiel hierfür ist das gemeinsame Printprodukt der Gemeinden Spiegelau und St. Oswald-Riedlhütte: ein umfassendes „Wissenswertes A-Z“, das nicht nur Gästen und Bürgern gebündelte Informationen liefert, sondern durch die Erstellung auch wirtschaftliche Vorteile für beide Gemeinden schafft.

Mehr Effizienz im Arbeitsalltag

Auch für die Mitarbeitenden der Ferienregion bringt das System spürbare Vorteile im Arbeitsalltag. Dienstpläne lassen sich deutlich flexibler gestalten, Überstunden können so gezielt abgebaut werden. Gleichzeitig sorgen die standortübergreifende Abstimmung und der regelmäßige Austausch für optimierte Abläufe und gebündeltes Know-how. Darüber hinaus wird der Zusammenhalt im Team gestärkt und das Gemeinschaftsgefühl über die einzelnen Standorte hinweg gestärkt. Auch Theresa Resch, Leiterin der Tourist-Information in Spiegelau, hebt die gewachsene Zusammenarbeit hervor: „Jeder im Team kann seine Stärken einbringen, das macht die Arbeit besonders wertvoll und auch nach mehreren Jahren finden sich immer wieder Themen, bei denen wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können.

Zur Pressemitteilung



Als PDF speichern
Seite Teilen Über:
Autor(in): Alina Wagner
wagner@ferienregion-nationalpark.de

ÄHNLICHE ARTIKEL

IMPRESSUM   ·   DATENSCHUTZ   ·   BARRIEREFREI   ·   LOGIN