©Quelle: TVO/Frank HeuerPressemitteilung;
REGENSBURG. Der Fünf-Flüsse-Radweg gehört zu den Top Ten der deutschen Radfernwege mit der meisten Dynamik. In der Wertung waren Radreisen mit mindesten drei Übernachtungen. Die ersten Plätze belegte der Elberadweg, der Weser-Radweg und der Ostküstenradweg. Aus Bayern kamen unter die ersten zehn der Bodensee-Königssee-Radweg, der Mainradweg, der Donauradweg und der Fünf-Flüsse-Radweg. Für Radreisende sind eine gute Beschilderung, Gastronomie und auch die Anreise mit Öffentlichem Verkehr wichtige Qualitätskriterien. Pro Tag gaben Radreisende durchschnittlich 133 Euro aus.
Uwe Stanke, Projektleiter für den Fünf-Flüsse-Radweg beim Tourismusverband Ostbayern, freut sich über den Erfolg: „Auf rund 300 Kilometern entlang von Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl erlebt man eine grandiose Natur- und Kulturlandschaft mit wunderschönen Städten und Städtchen. Seit 30 Jahren ist der Fünf-Flüsse-Radweg ein absoluter Tipp, der auch über zahlreiche Reiseveranstalter gebucht werden kann. Er gehört außerdem zu den beliebtesten Radwegen auf Social Media“ Augenzwinkernd fügt Stanke an: „Ganz wichtig ist auch: Auf diesem Radweg muss niemand verdursten, denn es liegen 70 Biergärten an der Strecke.“
Die Auswertung der Radanalyse ergab einen interessanten Aspekt bei den Reisezielen. Während Bayern bei Radreisen mit einer bis zwei Übernachtungen, sowie bei Radreisen ab drei Übernachtungen mit 22,4 bzw. 28 Prozent an erster Stelle der Bundesländer steht, gehört Radfahren im Urlaub, also Tagesausflüge unternehmen, in Bayern nur für 17,6 Prozent (Platz 4) zur Urlaubsgestaltung. Mehr Tagesausflüge werden in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein unternommen.
Im letzten Jahr haben laut Radreiseanalyse 34 Millionen Menschen 361 Millionen Tagesausflüge mit dem Fahrrad unternommen. 4,2 Millionen Personen unternahmen 7,6 Millionen Fahrrad-Kurzreisen. mit ein bis zwei Übernachtungen.
3,3 Millionen Personen unternahmen 4,6 Millionen Radreisen ab drei Übernachtungen. Hier lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sogar bei 7,6 Übernachtungen. 51 Prozent der Radreisenden nutzen E-Bikes. Gründe dafür sind, dass man längere Strecken fahren und auch anspruchsvollere, hügelige Regionen besuchen kann. Zudem kann man die Umgebung genießen, da das Radfahren leichter fällt. Dies zeigt auch die Tageskilometerleistung. E-Bike-Fahrer fuhren durchschnittlich 60,3 Kilometer, Fahrradfahrende mit Muskelantrieb schafften 66,9 Kilometer. Erklärt wird dieser Unterschied auch mit dem Alter der Fahrradfahrer. Ältere Menschen fahren mehr Elektrofahrräder, planen aber kürzere Etappen. Der Großteil übernachtet in Hotels und Pensionen, Camping, Privatunterkünfte oder Jugendherbergen werden weniger genutzt.
Die ADFC-Radreiseanalyse wertete 17.314 Fragebögen aus. Befragt wurde die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
Ein äußerst vielseitiger Radweg
Der Fünf-Flüsse-Radweg besteht seit über 30 Jahren und ist jung geblieben: Er bietet aktiven Naturgenuss und Zeitreisen bis in die Vorgeschichte. Die rund 300 Kilometer lange Strecke führt entlang von Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils und Naab und somit durch die uralte Natur und Kulturlandschaft des Bayerischen Jura mit seinen Tropfsteinhöhlen und mittelalterlich geprägten Städten. Die Route verläuft von Regensburg über Kelheim und Neumarkt in der Oberpfalz nach Nürnberg und Amberg zurück in die UNESCO-Welterbe-Stadt, lässt sich aber auch, je nach Zeit und Kondition, über Varianten abkürzen. Der Radweg ist auch für Handbiker geeignet.
Fünf-Flüsse-Radweg im Internet
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