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Mit „Irxenschmalz“ und Tradition – Maibaumbräuche in Ostbayern

©Quelle: (c) erlebe.bayern - Peter von Felbert (2)
Maibaumkraxler im Landkreis Rottal-Inn

Regensburg (tvo/März 2026). Spätestens Mitte April ist es in den ostbayerischen Dörfern mit der Winterruhe vorbei. Dann beginnen die Vorbereitungen fürs Maibaumaufstellen – eine Tradition, die Muskelkraft, Gemeinschaft und Lebensfreude vereint. Der Maibaum steht für Fruchtbarkeit, Stolz und Zusammenhalt. Er bleibt, bis der nächste Frühling kommt.

Das Maibaumaufstellen folgt einem festen Ritual. Zuerst wird im Wald die schönste Fichte geschlagen und geschält, dann wird der Baumstamm bemalt und mit bunten Kränzen, Wappen und Zunftschildern geschmückt. Gut bewacht versteht sich, denn Maibaumstehlen gehört vielerorts dazu. Am 1. Mai heißt es dann: „Hau ruck!“. Mit Schwalben und purem „Irxenschmalz“, wie man in Bayern für Muskelkraft sagt, stemmen die Burschen den Maibaum in die Höhe, während die Blaskapelle spielt und das ganze Dorf mitfiebert. Ist er aufgerichtet, wird gefeiert, getanzt, getrunken und gegessen.

In Orten wie Rottenstuben gehört sportliche Maibaum-Akrobatik zur Tradition dazu: Beim Maibaumsteigen kraxeln die Jungen bis zum ersten Kranz in zehn Metern Höhe. Für optimale Haftung sorgt Pech an den Händen und Füssen, welches mit Honig oder Baumharz verfeinert wird. Die genaue Rezeptur bleibt ein Geheimnis. Der Rekord aus dem Jahr 2019 liegt bei unter fünf Sekunden.

Wer einmal selbst dabei sein möchte, findet zahlreiche Termine unter www.bayerischer-wald.de und www.oberpfaelzerwald.de.

Presseinformationen:
Tourismusverband Ostbayern e.V., Im Gewerbepark D04, 93059 Regensburg, Tel. +49 (0)941 58539-0
Ansprechpartnerin: Ulrike Eberl-Walter, E-Mail: eberl-walter@ostbayern-tourismus.de
https://partner.ostbayern-tourismus.de/inhalte/presse/

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