©Quelle: IBU - Mariya Osolodkina

Nachhaltigkeits-Award für Europameisterschaft Biathlon 2022

7. Juli 2022

OK Bayerischer Wald gewinnt „IBU Award for Excellence in Sustainability“ für die Europameisterschaft Biathlon 2022

Großveranstaltungen im Wintersport – das sieht nicht nur die Internationale Biathlon Union (IBU) sehr realistisch – wird man in puncto Kunstschneeproduktion, Sportler- und Zuschauerlogistik niemals als Leuchttürme des Klimaschutzes ins Feld führen können. „Was nicht bedeutet“, so Herbert Unnasch, Chef des Organisationskomitees (OK) Bayerischer Wald, „dass wir getrost auf dem Stand von vor 15 Jahren stehenbleiben können und uns nicht mehr weiterzuentwickeln brauchen.“ Dass jede Bemühung um Nachhaltigkeit zählt (und manchmal sogar honoriert wird), haben Unnasch und sein Team vergangenes Wochenende beim Saisonstart-Kongress der IBU in Oberhof erleben dürfen: Für ihre „Grüne Europameisterschaft“ vom 24. bis 30. Januar 2022 im Hohenzollern Skistadion am Großen Arbersee wurde ihnen der „IBU Award for Excellence in Sustainability“ verliehen.

Im Zuge ihres eigenen, umfassenden Vorstoßes in Richtung Nachhaltigkeit hatte die IBU den Preis unter allen Organisationskomitees ausgeschrieben, die in der vergangenen Saison mit der Event-Ausrichtung betraut waren. Punkten konnten die Waidler im Vergleich zu hochkarätigen Mitbewerbern wie dem OK Martell durch ihren „von der Anfrage bis zu den Aufräumarbeiten konzentrierten Blick auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen“. Diese rücken neben ökologischen Markern auch die Bereiche Regionalentwicklung, Wirtschaftswachstum, infrastrukturelle Innovation, heimische Produkte und bürgerschaftliches Engagement in den Fokus. Festgehalten und auf lokale Gegebenheiten heruntergebrochen wurden diese Themen im dazugehörigen EM-Nachhaltigkeitskonzept von Gudrun Reckerziegel, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik des Landkreises Regen.

„Erster Schritt“, so rekapituliert Unnasch, „war es, die Mannschaft auf das Thema Nachhaltigkeit einzuschwören. Es fand Eingang in jede unserer Besprechungen, Mitteilungen und Marketingmaßnahmen“. Zudem setzte man auf Plastikvermeidung, wo es nur ging: Klassische Wegwerfartikel in der Verpflegung wurden durch Maisstärke- oder Bambus-Pendants ersetzen. VIPs erhielten Porzellangeschirr. Frisch zubereitete Gerichte aus regionalen Zutaten und Fairtrade-Produkte bereicherten den Speiseplan der Zuschauer:innen und Helfer:innen. Auf die Mülltrennung im Stadion achteten die sogenannten „Grünen Engel“, und damit gerade im Hinblick auf Wettkampfprogramme oder Flyermaterial möglichst wenig Altpapier anfiel, konzentrierte man sich noch stärker als bislang auf digitale Kanäle.

„Als Teil des Fairtrade Landkreises Regen“, so verkündete die Delegation bei der Preisübergabe durch IBU-Präsident Olle Dahlin, „war es uns wichtig, auch ein Zeichen für regionale Wertschöpfungsketten zu setzen und Ehrenamtlichen wie Zuschauer:innen deren Bedeutung näherzubringen.“

 

Bild: von links nach rechts Otto Krottenthaler, Veronika Wellisch und Elisabeth Unnasch vom OK Bayerischer Wald mit IBU-Präsident Olle Dahlin.     

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Sonstiges


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Autor(in): Elisabeth Unnasch
eunnasch@kew.landkreis-regen.de

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